Abschlussymposium Forschungsprojekt Begegnungen 23. Mai 2014

Gestützte Begegnungen zwischen Hochaltrigen und Vorschulkindern verbessern Lebensqualität und soziale Teilhabe

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung erhielt die Evangelische Hochschule Freiburg 2011 den Zuschlag für einen Forschungsauftrag im Rahmen der Förderlinie SILQUA (Soziale Innovationen und Lebensqualität im Alter). In Zusammenarbeit mit zwei An-Forschungsinstituten, dem Zentrum für Kinder- und Jugendforschung (ZfKJ) und AGP Sozialforschung (APG) gingen die Forschungsbereiche Gerontologie und Momente des GlücksFrühpädagogik an der Hochschule der Frage nach, ob das geförderte Zusammenkommen ("Gestützte Begegnungen") von Kindern und alten Menschen Lebensqualität verbessern und zu sozialer Teilhabe beitragen kann. Mit Unterstützung durch motivierte und engagierte Kooperationspartner (Arbeiterwohlfahrt Freiburg, Diakonisches Werk Freiburg, Stadt Waldkirch), wurde ermöglicht, dass drei Tandems, jeweils bestehend aus einer Altenhilfeeinrichtung und einer Kindertagesstätte, an dem Modellprojekt teilnahmen und von den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Hochschule in dieser Zeit begleitet werden konnten.

Nach zweieinhalb Jahren liegen nun Forschungsergebnisse vor, die am Freitag, den 23. Mai 2014 in der Katholischen Akademie Freiburg circa 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Rahmen des Abschlusssymposiums vorgestellt wurden.


Der Auftakt erfolgte durch die wissenschaftlichen Mitarbeitenden des Projektes, Norman Pankratz (AGP) und Prof. Dr. Maike Rönnau-Böse (ZfKJ). Sie gewährten den Gästen der Fachtagung einen praktischen Einblick in den Gutes ProgrammAufbau und die Durchführung der Intergenerativen Begegnungen in den Einrichtungen der Kooperationspartner und stellten die aus der Sicht des Forscherteams förderlichen Rahmenbedingungen vor, die zum Gelingen von Intergenerativen Begegnungen maßgeblich beitragen. Mit Impressionen (Bildergalerie 2014) aus den Begegnungen erhielten die Interessierten einen guten Einblick in die Lebendigkeit und Vielseitigkeit der Treffen von Jung und Alt.

„Zwischen Teilhabe und Rückzug – Rekonstruktion der BEGEGNUNGEN aus der Perspektive der alten Menschen“ (s. Downloads unten) lautete der anschließende Vortrag von Prof. Dr. Thomas Klie (AGP Sozialforschung). Der Projektleiter stellte die zentralen Ergebnisse aus dem gerontologischen Forschungsbereich und die Erkenntnisse zum Konstrukt der Lebensqualität sowie zur Würde des Menschen vor. Prof. Dr. Dörte Weltzien referierte anschließend zu den Forschungsergebnissen aus Sicht der Kindheitspädagogik (Zwischen Fürsorge und Fremdheit: Rekonstruktion von Begegnungen aus der kindlichen Perspektive, s. Downloads unten) und stellte dem interessierten Publikum die Perspektive der an dem Projekt beteiligten Kinder anhand von prototypischen Sichtweisen auf die Begegnungen vor.


Statements über Würde
Es folgten die Ausführungen von Renate Scholz, die als Yoga-Lehrerin, seit Sommer 2013 die zusätzlich in diesem Projekt entstandene Idee eines intergenerativen Yogas realisiert. Der Vortrag kann leider nicht zur Verfügung gestellt werden. Einen bildhaften Auszug aus einer intergenerativen Yoga-Stunde erhalten Sie in der Präsentation von Renate Scholz (s. Downloads unten).

Nach der Mittagspause konnten die Gäste der Veranstaltung zwischen vier verschiedenen Workshopthemen wählen und mit den Projektbeteiligten in einen vertiefenden Austausch kommen. (Themen der Workshops waren: Videoanalyse, Intergeneratives Yoga, Forschungsdesign, Rahmenbedingungen für gelingende BEGEGNUNGEN, s. Programm Mai 2014 unter Downloads)

Durch Mona Albrecht, Mitarbeiterin im Mehrgenerationenhaus Neubad, wurde den Teilnehmenden das Konzept der Bewegungs- und Begegnungslandschaft (BBL) vorgestellt, die in dem Mehrgenerationenhaus seit einigen Jahren als Angebot für Jung und Alt täglich realisiert wird. Die Effekte dieses Angebotes liegen nach Aussage der Referentin auf der Hand, wenn man bedenkt, dass das Sturzrisiko der Bewohner und Bewohnerinnen seit Installation der BBL deutlich verringert wurde. Der Vortrag kann leider nicht zur Verfügung gestellt werden. Wir bitten um Verständnis.

Bevor Thomas Klie zur Podiumsdiskussion einlud, überreichte das Forscherteam sowohl den Einrichtungen als auch den maßgeblich an der Durchführung der Begegnungen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Fortbildung berührtZertifikat für die erfolgreiche Teilnahme an diesem Projekt.

Zur Abschlussdiskussion zum Thema Intergenerative Begegnungen versammelten sich auf dem Podium Marianne Haardt (Leiterin Amt für Kinder, Jugend und Familie, Freiburg), Oberkirchenrat Urs Keller (Vorstandsvorsitzender Diakonisches Werk Baden), Werner Gehrke (Vorsitzender Stadtseniorenrat Waldkirch), Ilka Kern (Fachbereich Kultur, Bildung und Soziales, Waldkirch) und Rainer Luithardt (Arbeiterwohlfahrt Freiburg). Im Verlauf der Gespräche zeichnete sich ein deutlicher Zuspruch aller Diskutantinnen und Diskutanten zur Weiterführung bzw. zur dauerhaften Implementation („Vom Projekt zum Prinzip“) der intergenerativen Begegnungen ab. Dafür beabsichtigen die Podiumsdiskussionsteilnehmenden in den jeweiligen Wirkungskreisen in einer Multiplikatorenrolle zu fungieren, was die Projektleitung sehr erfreut.
Anregungen für den Arbeitsalltag
Für die Dauer des Symposiums wurden die Gäste gebeten, Eindrücke, Zitate und Gedanken zu den Inhalten auf Karten zu verschriftlichen. Gemeinsam mit diesen „Stimmen des Tages“ und Impressionen der Tagung verabschiedete sich das Team der Evangelischen Hochschule Freiburg von den Teilnehmenden und bedankte sich für das große Interesse an dem Thema der Intergenerativen Begegnungen.

 

(Norman Pankratz, Juni 2014)

 

 

 

 

 

 

 
 

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